Wintergemüse – aber modern!

Der März ist der Monat, der uns schon ein bisschen ungeduldig werden lässt, auch beim Kochen: denn eigentlich würden wir ja jetzt gerne endlich etwas frisches und leichtes kochen, aber stattdessen? Immer noch Wintergemüse. Aber auch das lässt sich durchaus so zubereiten, dass wir einen kleinen Frischekick auf dem Teller erleben, so Hobbyköchin Sabine!

Von Sabine Reichelt

Der März ist ein Monat, der uns gerne ein bisschen zappeln lässt.

Weder richtig Winter noch Frühling, den die meisten von uns wohl sehr herbeisehnen, ist er eher ein Zwischenraum, in dem die Luft noch nach Frost riecht, aber sich manchmal schon der Duft von Erde und Knospen erahnen lässt, es riecht einfach plötzlich anders.

Gleichzeitig bleibt der März launisch, schenkt der eine Tag uns die ersten wärmeren Sonnenstrahlen, ist es nicht außergewöhnlich, dass am nächsten noch Schneeflocken durch die Luft wirbeln. Unsere Sehnsucht nach Wärme, Sonne und blauem Himmel ist groß, ebenso die Vorfreude auf das frische, zarte Grün in der Natur. Auch auf unseren Tellern, es darf gerne wieder frischer und leichter werden.

Aber die Natur lässt sich nicht hetzen, auf den Feldern ruht noch alles. Und so greifen wir nochmal zu den Wintergemüsen, bodenständig und regional. Als Lagergemüse oder frisch geerntet und dadurch besonders vitalstoff- und vitaminreich. Oft so sehr unterschätzt, sowohl vom Geschmack her, als auch von der Vielfalt der Möglichkeiten, diese zuzubereiten. Möhren, Sellerie, Zwiebeln, Steckrüben, rote und gelbe Bete, …

Und natürlich Kohl: Rot, weiß und grün, Rosenkohl, Wirsing.

Wirklich, Kohl? Ja!

Aber nicht wenige von uns haben immer noch diesen muffigen, schwefligen Geruch in der Nase, wenn Kohl jeglicher Art in großen Mengen stundenlang totgekocht wurde und der „Duft“ durchs ganze Haus waberte. Bei meiner Klavierlehrerin roch es schon im Treppenhaus nach Kohl, immer, jahrelang.

Zum Glück sind diese Zeiten lange vorbei, heute werden die Gemüse gerne angeröstet, im Backofen oder der Pfanne, nur kurz blanchiert oder sogar gerne roh genossen. Mit ein paar Zutaten, die dem Ganzen eine wunderbar frische Note verleihen, wie frische Kräuter, Zitronenabrieb und -saft, Joghurt oder andere säuerliche Milchprodukte – und das ganze lässt uns vielleicht auch schon ein wenig den Frühling erahnen!

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