Der Adventskalenderwahnsinn

Erinnert Ihr Euch noch an die Adventskalender, in denen sich kleine Bilder hinter den Türchen verbargen? Oder an die mit der etwas zweifelhaften no-name Schokolade aus dem Supermarkt? Die haben mich in meiner Kindheit begleitet.

Von Dorit Kobusch-Balk

Ich bin absolut pro-Adventskalender, das will ich hier betonen. Ich mag es, an jedem Tag im Dezember ein kleines, leckeres Stück Schoki oder einen Beutel Tee zu entdecken. Ich mag es, in einem doch recht stressigen Monat eine kleine Auszeit zu haben. 

(Auch wenn wir uns vermutlich alle einig sind: die tollsten Adventskalender sind doch die, die jemand für uns selbst gebastelt und bestückt hat. Mit kleinen albernen Gadgets und Kleinigkeiten, die eine Bedeutung haben.)

Die Kalenderflut im Sommer

Allerdings schaue ich jedes Jahr im Juli etwas verständnislos auf die Emails, die da ins Haus flattern, voll mit Adventskalendern, bevor sogar die Lebkuchen im Regal stehen – und das ist nun wirklich eine Leistung! Dazu kommt, dass der durchschnittliche Beauty-Kalender inzwischen 150€ zu kosten scheint. Heutzutage sind Kalender wirklich kleine (bzw. große) Schmuckstücke, die etwas hermachen. Sprechen wir an dieser Stelle vom Preis? Obszön? Vielleicht? Bei MAC und L’Occitane ist man mit 170-180€ noch geradezu im unteren Preissegment. Aber dann gehts aufwärts: Cult Beauty 275€, Diptyque 435€, Dior 650€. Sisley ist mit 710€ dabei. Und das ist nur eine kleine Auswahl! Aber teurer geht immer, bis hin zum Tiffany-Adventskalender für 120.000€. Naaaaaa? Jemand dabei?

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