<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Zeit für mich?! Ja, auch zu Weihnachten!	</title>
	<atom:link href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/</link>
	<description>Die Plattform für fabelhafte Frauen 50 aufwärts</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jan 2026 10:38:39 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Irit		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-128</link>

		<dc:creator><![CDATA[Irit]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 15:25:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-128</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-126&quot;&gt;Barbara&lt;/a&gt;.

Meine Mutter ist jetzt fast vier Jahre tot und ich denke sehr oft an sie - auch ohne Waffeln. Und das eine oder andere Mal auch weinen, weil ich ihr etwas nicht erzählen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-126">Barbara</a>.</p>
<p>Meine Mutter ist jetzt fast vier Jahre tot und ich denke sehr oft an sie &#8211; auch ohne Waffeln. Und das eine oder andere Mal auch weinen, weil ich ihr etwas nicht erzählen kann.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Barbara		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-127</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 13:13:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-127</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-115&quot;&gt;Iridia&lt;/a&gt;.

Vielen Dank! Tja, so hat jede Familie Geschichten rund um Weihnachten, und nicht selten geht es dabei um die Mütter....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-115">Iridia</a>.</p>
<p>Vielen Dank! Tja, so hat jede Familie Geschichten rund um Weihnachten, und nicht selten geht es dabei um die Mütter&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Barbara		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-126</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 13:11:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-126</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-118&quot;&gt;Irit&lt;/a&gt;.

Was für eine nette Geschichte! Kannst Du seither Waffeln essen, ohne an Deine Mutter zu denken? Wahrscheinlich nicht!
Ich habe gestern beim Kaffeetrinken nach der Beerdigung die Markklößchen-Geschichte vorgelesen.  Und so skurril das klingen mag: es wurde viel gelacht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-118">Irit</a>.</p>
<p>Was für eine nette Geschichte! Kannst Du seither Waffeln essen, ohne an Deine Mutter zu denken? Wahrscheinlich nicht!<br />
Ich habe gestern beim Kaffeetrinken nach der Beerdigung die Markklößchen-Geschichte vorgelesen.  Und so skurril das klingen mag: es wurde viel gelacht!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Irit		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-118</link>

		<dc:creator><![CDATA[Irit]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 12:24:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-118</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-114&quot;&gt;Barbara&lt;/a&gt;.

Na dann kopiere ich dir einfach mal den alten Blogpost:

Eine Familiengeschichte: Das Waffeleisen

Es war einmal… Weihnachten 2020. Am 25.12. ging es nach dem Frühstück los Richtung Andernach, meine Töchter und ich. Geplant war mit meiner Mutter und Friedel (ihrem jahrzehntelangen Lebensgefährten, für die, die noch nicht so lange hier lesen, mein Vater ist 1970 gestorben) am frühen Nachmittag Waffeln zu machen und abends sollte es – Kinderessen – Kartoffeln, Fischstäbchen und Salat geben. Ich hatte meine Mutter nochmal gefragt, ob sie ein Waffeleisen hat. Antwort: aber sicher.

Also fuhren wir so vor uns hin und auf Höhe Köln fiel mir ein, dass ich den Endiviensalat im Kühlschrank vergessen hatte. Immerhin hatten wir Waffelteig, Sahne und Kirschen. Am 25.12. war es etwas schwierig mit dem Salatkauf, aber McDonalds hat ja fast immer auf und verkauft so etwas ähnliches.

Dann wollten wir mit den Waffeln loslegen. Nur das Waffeleisen war nicht auffindbar. Wir haben alles durchwühlt – nichts. Es war verschwunden. Wir haben dann einfach so eine Art Kaiserschmarren in der Pfanne gemacht. Es war ein toller Tag und wir haben so viel gelacht.

Dann starb meine Mutter und beim Ausräumen der Wohnung fand ich unter der Spüle ganz hinten in eine Papiertüte verpackt – ein Waffeleisen. Ich habe damals zwar am Stück geheult, aber auch gleichzeitig gelacht. Unfassbar.

Das Waffeleisen ist dann mit meiner großen Tochter nach Mannheim gezogen. Kürzlich wollte sie dann endlich Waffeln machen, Teig war fertig, ihr Freund freute sich auch schon.

Blöd nur, dass das Waffeleisen gar kein Waffeleisen war…

Oder sagen wir mal nur für spezielle Waffeln, nämlich Eiserwaffeln. Die verwendet man für Waffelröllchen oder Eishörnchen.

Meine Tochter hing lachend am Telefon und konnte es nicht glauben, das Waffeleisen verfolgt uns. Nun hat sie ein neues, ich habe nochmal geschaut, ob meins auch wirklich im Schrank steht. Und ich bin sehr sicher, dass meine Mutter und Friedel oben auf ihrer Wolke mitgelacht haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-114">Barbara</a>.</p>
<p>Na dann kopiere ich dir einfach mal den alten Blogpost:</p>
<p>Eine Familiengeschichte: Das Waffeleisen</p>
<p>Es war einmal… Weihnachten 2020. Am 25.12. ging es nach dem Frühstück los Richtung Andernach, meine Töchter und ich. Geplant war mit meiner Mutter und Friedel (ihrem jahrzehntelangen Lebensgefährten, für die, die noch nicht so lange hier lesen, mein Vater ist 1970 gestorben) am frühen Nachmittag Waffeln zu machen und abends sollte es – Kinderessen – Kartoffeln, Fischstäbchen und Salat geben. Ich hatte meine Mutter nochmal gefragt, ob sie ein Waffeleisen hat. Antwort: aber sicher.</p>
<p>Also fuhren wir so vor uns hin und auf Höhe Köln fiel mir ein, dass ich den Endiviensalat im Kühlschrank vergessen hatte. Immerhin hatten wir Waffelteig, Sahne und Kirschen. Am 25.12. war es etwas schwierig mit dem Salatkauf, aber McDonalds hat ja fast immer auf und verkauft so etwas ähnliches.</p>
<p>Dann wollten wir mit den Waffeln loslegen. Nur das Waffeleisen war nicht auffindbar. Wir haben alles durchwühlt – nichts. Es war verschwunden. Wir haben dann einfach so eine Art Kaiserschmarren in der Pfanne gemacht. Es war ein toller Tag und wir haben so viel gelacht.</p>
<p>Dann starb meine Mutter und beim Ausräumen der Wohnung fand ich unter der Spüle ganz hinten in eine Papiertüte verpackt – ein Waffeleisen. Ich habe damals zwar am Stück geheult, aber auch gleichzeitig gelacht. Unfassbar.</p>
<p>Das Waffeleisen ist dann mit meiner großen Tochter nach Mannheim gezogen. Kürzlich wollte sie dann endlich Waffeln machen, Teig war fertig, ihr Freund freute sich auch schon.</p>
<p>Blöd nur, dass das Waffeleisen gar kein Waffeleisen war…</p>
<p>Oder sagen wir mal nur für spezielle Waffeln, nämlich Eiserwaffeln. Die verwendet man für Waffelröllchen oder Eishörnchen.</p>
<p>Meine Tochter hing lachend am Telefon und konnte es nicht glauben, das Waffeleisen verfolgt uns. Nun hat sie ein neues, ich habe nochmal geschaut, ob meins auch wirklich im Schrank steht. Und ich bin sehr sicher, dass meine Mutter und Friedel oben auf ihrer Wolke mitgelacht haben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Iridia		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-115</link>

		<dc:creator><![CDATA[Iridia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 07:02:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-115</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111&quot;&gt;Barbara&lt;/a&gt;.

Liebe Barbara,

Was für eine wilde Erfahrung. Ich kann es irgendwie nachvollziehen, wenn wir auch Weihnachten immer entspannt feierten. Aber meine Mutter war so, dass, wenn Weihnachten nicht 1:1 ihren Vorstellungen entsprach, sie alle darunter leiden ließ und die Geschenke schon mal vor die Zimmer knallte und sich zurückzog. 

Unvergessen auch der Heiligabend, an den ich mit meinem Mann bei McDonalds beim Putenburger saß 😄 und wir eine tolle Weihnachtsstimmung hatten, die gar nichts mit den üblichen Ablauf zu tun hatte. 

Eine herzliche Umarmung für dich in dieser Zeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111">Barbara</a>.</p>
<p>Liebe Barbara,</p>
<p>Was für eine wilde Erfahrung. Ich kann es irgendwie nachvollziehen, wenn wir auch Weihnachten immer entspannt feierten. Aber meine Mutter war so, dass, wenn Weihnachten nicht 1:1 ihren Vorstellungen entsprach, sie alle darunter leiden ließ und die Geschenke schon mal vor die Zimmer knallte und sich zurückzog. </p>
<p>Unvergessen auch der Heiligabend, an den ich mit meinem Mann bei McDonalds beim Putenburger saß 😄 und wir eine tolle Weihnachtsstimmung hatten, die gar nichts mit den üblichen Ablauf zu tun hatte. </p>
<p>Eine herzliche Umarmung für dich in dieser Zeit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Barbara		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-114</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 21:08:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-114</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111&quot;&gt;Barbara&lt;/a&gt;.

Und auf die Waffeleisengeschichte wäre ich gespannt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111">Barbara</a>.</p>
<p>Und auf die Waffeleisengeschichte wäre ich gespannt!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Barbara		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-113</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 16:51:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-113</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-112&quot;&gt;Irit&lt;/a&gt;.

Danke Dir !]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-112">Irit</a>.</p>
<p>Danke Dir !</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Irit		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-112</link>

		<dc:creator><![CDATA[Irit]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 16:49:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-112</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111&quot;&gt;Barbara&lt;/a&gt;.

Mein herzliches Beileid, ich wünsche Dir viel Kraft für morgen. Ich weiß nicht, ob Du Dich erinnerst, aber wir hatten vor vier Jahren auch kurz vor Weihnachten eine Beerdigung und es war schwierig. 

Ich mag die Markklößchen-Geschichte sehr. Bei uns gab es da mal eine Waffeleisen-Geschichte (mit zwei Fortsetzungen nach dem Tod meiner Mutter) und meine Töchter erzählen immer noch davon. Vielleicht haben die Beiden auch mal Kinder und die werden garantiert diese spezielle Weihnachtsgeschichte kennen. Das wünsche ich Dir und Deiner Familie auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111">Barbara</a>.</p>
<p>Mein herzliches Beileid, ich wünsche Dir viel Kraft für morgen. Ich weiß nicht, ob Du Dich erinnerst, aber wir hatten vor vier Jahren auch kurz vor Weihnachten eine Beerdigung und es war schwierig. </p>
<p>Ich mag die Markklößchen-Geschichte sehr. Bei uns gab es da mal eine Waffeleisen-Geschichte (mit zwei Fortsetzungen nach dem Tod meiner Mutter) und meine Töchter erzählen immer noch davon. Vielleicht haben die Beiden auch mal Kinder und die werden garantiert diese spezielle Weihnachtsgeschichte kennen. Das wünsche ich Dir und Deiner Familie auch.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Barbara		</title>
		<link>https://fab50s.de/zeit-fuer-mich-ja-auch-zu-weihnachten/#comment-111</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 14:55:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fab50s.de/?p=2373#comment-111</guid>

					<description><![CDATA[Zum Thema Weihnachtsstress hier eine kleine Geschichte:

**********
Weihnachten, das ist für mich vor allem die Erinnerung an eine ganze Reihe von Missgeschicken, die zu dem Zeitpunkt, als sie sich ereignet haben, nicht wirklich zum Lachen waren, aber in der Rückschau zuverlässig für Heiterkeit sorgen.
Ich erinnere mich zum Beispiel an meine Mutter, die beim Servieren der traditionellen Markklößchensuppe in Tränen ausbrach. Den ganzen Tag, ja genau genommen die ganze Woche vor Heiligabend war sie am Kochen und Backen und Vorbereiten, sie hatte großen kulinarischen Ehrgeiz und was sie das ganze Jahr über auf den Tisch brachte, war immer große Klasse. Insofern war es überhaupt nicht zu verstehen, warum gerade an diesem Tag die Klößchen den Transport von der Terrine in den Teller nicht überstanden und sich einfach auflösten. 
Meine Mutter packte darüber so die Wut, die ganze Anspannung der Vorweihnachtszeit entlud sich, sie griff die Terrine - natürlich wurde an Festtagen das gute Meißner Porzellan aufgedeckt -  und feuerte sie mitsamt Suppe in den Garten. Zu den nachfolgenden Gängen war sie nicht zu bewegen, sie sei bedient, teilte sie mit und verzog sich mit der Rotweinflasche ins Schlafzimmer. Wir Kinder, damals im Teenageralter und das Temperament unserer Mama durchaus gewohnt, waren erstmal sprachlos. Kein Abendessen, keine Bescherung, Weihnachten war gelaufen.
Dann aber bastelten wir uns aus den vorhandenen Leckereien ein formidables Festmahl in Büffetform, das wir im Wohnzimmer vor uns aufbauten und im Verlauf eines langen Fernsehabends verputzten. Irgendwann kam auch die Mama wieder aus dem Schlafzimmer heraus, gesellte sich zu uns auf’s Sofa und nahm an unserem Gelage teil. Es wurde dann noch ein lustiger Abend. Die Bescherung haben wir am ersten Feiertag nachgeholt. 
Übrigens: in der Folge dieses Weihnachtsabends gab es bei uns fast wöchentlich Markklößchensuppe. „Bis ich es perfekt und zuverlässig kann“, sagte die Mama. Serviert wurde die Suppe - die seither immer makellos war - in unterschiedlichen Gefäßen. Die Meißner Terrine wurde nie wieder erwähnt. 
Zu weiteren Highlights meiner Weihnachtserinnerungen gehören Geschenke, die an Heiligabend trotz intensiven Suchens unauffindbar waren, an den Christbaum, der – festlich geschmückt natürlich – vom Hund umgerissen wurde, an eine Weihnachtsgans bei den Großeltern, die statt mit Salz mit Zucker eingerieben wurde, an die arme Katze, der Rizinusöl verabreicht wurde, weil man sie verdächtigte, beim Naschen am Ragout Fin einen Ring verspeist zu haben, der womöglich dort hinein gefallen war – Geschichten, die heute zuverlässig Gesprächsstoff liefern, sobald die Rede auf Weihnachten kommt. Ebenso zuverlässig sorgen sie für Gelächter: Weißt du noch? Immer mehr schleicht sich in das Lachen eine gehörige Portion Wehmut hinein. Die Großeltern leben schon lange nicht mehr, und auch die Tage meiner mittlerweile über 80jährigen Mutter sind gezählt, gesundheitlich geht es ihr nicht gut und kochen kann sie schon lange nicht mehr. Bald wissen nur noch mein Bruder und ich, wie es damals war.
Vermutlich kann jede Familie solche Geschichten erzählen. Die Weihnachtstage sind, davon bin ich überzeugt, auch anderswo gespickt mit Pleiten, Pech und Pannen. Und ist es eigentlich so schlimm, wenn etwas schief geht? Vielleicht können wir die Festtage entspannter angehen, wenn wir in Betracht ziehen, dass nicht alles so glatt und so perfekt ablaufen muss, wie uns das Werbefernsehen vorgaukelt. 
In diesem Sinne: Nicht die Nerven verlieren! Ist doch Weihnachten, nur in echt.
***************

Wie gesagt: diese Geschichte habe ich vor ein paar Jahren geschrieben. Jetzt ist meine Mutter gestorben, morgen ist die Beerdigung. Trotzdem werden wir Weihnachten feiern. Vielleicht gerade darum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema Weihnachtsstress hier eine kleine Geschichte:</p>
<p>**********<br />
Weihnachten, das ist für mich vor allem die Erinnerung an eine ganze Reihe von Missgeschicken, die zu dem Zeitpunkt, als sie sich ereignet haben, nicht wirklich zum Lachen waren, aber in der Rückschau zuverlässig für Heiterkeit sorgen.<br />
Ich erinnere mich zum Beispiel an meine Mutter, die beim Servieren der traditionellen Markklößchensuppe in Tränen ausbrach. Den ganzen Tag, ja genau genommen die ganze Woche vor Heiligabend war sie am Kochen und Backen und Vorbereiten, sie hatte großen kulinarischen Ehrgeiz und was sie das ganze Jahr über auf den Tisch brachte, war immer große Klasse. Insofern war es überhaupt nicht zu verstehen, warum gerade an diesem Tag die Klößchen den Transport von der Terrine in den Teller nicht überstanden und sich einfach auflösten.<br />
Meine Mutter packte darüber so die Wut, die ganze Anspannung der Vorweihnachtszeit entlud sich, sie griff die Terrine &#8211; natürlich wurde an Festtagen das gute Meißner Porzellan aufgedeckt &#8211;  und feuerte sie mitsamt Suppe in den Garten. Zu den nachfolgenden Gängen war sie nicht zu bewegen, sie sei bedient, teilte sie mit und verzog sich mit der Rotweinflasche ins Schlafzimmer. Wir Kinder, damals im Teenageralter und das Temperament unserer Mama durchaus gewohnt, waren erstmal sprachlos. Kein Abendessen, keine Bescherung, Weihnachten war gelaufen.<br />
Dann aber bastelten wir uns aus den vorhandenen Leckereien ein formidables Festmahl in Büffetform, das wir im Wohnzimmer vor uns aufbauten und im Verlauf eines langen Fernsehabends verputzten. Irgendwann kam auch die Mama wieder aus dem Schlafzimmer heraus, gesellte sich zu uns auf’s Sofa und nahm an unserem Gelage teil. Es wurde dann noch ein lustiger Abend. Die Bescherung haben wir am ersten Feiertag nachgeholt.<br />
Übrigens: in der Folge dieses Weihnachtsabends gab es bei uns fast wöchentlich Markklößchensuppe. „Bis ich es perfekt und zuverlässig kann“, sagte die Mama. Serviert wurde die Suppe &#8211; die seither immer makellos war &#8211; in unterschiedlichen Gefäßen. Die Meißner Terrine wurde nie wieder erwähnt.<br />
Zu weiteren Highlights meiner Weihnachtserinnerungen gehören Geschenke, die an Heiligabend trotz intensiven Suchens unauffindbar waren, an den Christbaum, der – festlich geschmückt natürlich – vom Hund umgerissen wurde, an eine Weihnachtsgans bei den Großeltern, die statt mit Salz mit Zucker eingerieben wurde, an die arme Katze, der Rizinusöl verabreicht wurde, weil man sie verdächtigte, beim Naschen am Ragout Fin einen Ring verspeist zu haben, der womöglich dort hinein gefallen war – Geschichten, die heute zuverlässig Gesprächsstoff liefern, sobald die Rede auf Weihnachten kommt. Ebenso zuverlässig sorgen sie für Gelächter: Weißt du noch? Immer mehr schleicht sich in das Lachen eine gehörige Portion Wehmut hinein. Die Großeltern leben schon lange nicht mehr, und auch die Tage meiner mittlerweile über 80jährigen Mutter sind gezählt, gesundheitlich geht es ihr nicht gut und kochen kann sie schon lange nicht mehr. Bald wissen nur noch mein Bruder und ich, wie es damals war.<br />
Vermutlich kann jede Familie solche Geschichten erzählen. Die Weihnachtstage sind, davon bin ich überzeugt, auch anderswo gespickt mit Pleiten, Pech und Pannen. Und ist es eigentlich so schlimm, wenn etwas schief geht? Vielleicht können wir die Festtage entspannter angehen, wenn wir in Betracht ziehen, dass nicht alles so glatt und so perfekt ablaufen muss, wie uns das Werbefernsehen vorgaukelt.<br />
In diesem Sinne: Nicht die Nerven verlieren! Ist doch Weihnachten, nur in echt.<br />
***************</p>
<p>Wie gesagt: diese Geschichte habe ich vor ein paar Jahren geschrieben. Jetzt ist meine Mutter gestorben, morgen ist die Beerdigung. Trotzdem werden wir Weihnachten feiern. Vielleicht gerade darum.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
