Eine Hautpflege-Routine kann etwas fast Meditatives haben: Ein kleine Ritual am Morgen und Abend, bei dem man sich bewusst Zeit für sich nimmt. Hautpflege ist für mich eine Art Fürsorge, die nichts mit Selbstoptimierungswahn zu tun hat. Im Vordergrund für mich steht das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun in einer Welt, die uns ständig sagt, wir müssten mehr, besser, perfekter sein. Und eben nicht ausschließlich die Hoffnung auf ein strahlenderes Hautbild.
Ich benutze hier übrigens den Begriff Anti-Aging, auch wenn es nicht darum geht, ewig jung aussehen zu wollen oder gegen das Älterwerden zu kämpfen. Ich möchte mich in meiner Haut mit all ihren Macken, Falten und Geschichten wohlfühlen. Ich will dabei allerdings, dass meine Haut so gut wie möglich aussieht.
Was Pflege leisten kann
Mit der richtigen Routine lässt sich der Hautzustand schon verbessern. Und zwar bei Unreinheiten, Rötungen, Schuppungen oder rauer Haut, die sich anfühlt wie Sandpapier. Selbst lästigen Knitterfältchen (ja, die im Wangenbereich oder um die Augen) lassen sich mildern oder ihre Entstehung ein bisschen hinauszögern. Pigmentflecken? Da wird’s knifflig. Die meisten Cremes wirken hier nur begrenzt, und wirklich hartnäckige Flecken? Da führt oft kein Weg an verschreibungspflichtigen Präparaten oder Laser vorbei – und selbst dann ist das Ergebnis nicht garantiert.
Genauso wirkt gute Hautpflege nicht wie ein Vorher-Nachher-Bild auf Instagram. Gute Hautpflege soll die Haut unterstützen, sich gesund zu verhalten, und das langfristig.
Was nur der Arzt kann
Mimikfalten? Sorry, aber da hilft nur Botox – keine Creme der Welt bringt die Zornesfalte oder Stirnquerfalten zum Verschwinden. Und die Nasolabialfalte? Da führt kein Weg am Filler vorbei.
Die Säulen der Anti-Aging-Pflege
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