Minimalismus. Da fällt jeder gleich etwas anderes dazu ein, aber ich denke, das vorherrschende Bild ist ein weitgehend leeres Zimmer in beige und weiß mit einigen wenigen ausgewählten Dekoobjekten und es sieht sehr clean aus. Ich weiß nicht, wer so wohnt – ich nicht.
Dennoch ist es ein Thema, dass mich seit über einem Jahrzehnt fasziniert. Angefangen hat es bei mir mit dem Buch von Marie Kondo, ich glaube, es war 2013. Die Idee, nur Dinge zu besitzen, die Freude verbreiten, ist ein sehr schöner Gedanke. Unglücklicherweise verbreiten meine Kochtöpfe keine Freude, ich brauche sie aber trotzdem. Aber das waren nur die Anfänge, in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren wurde das Thema Minimalismus, Aufräumen, Ausmisten, Ordnung allgemein immer präsenter. Irgendwann kamen die Finanzen dazu, ich habe vor ein paar Jahren mit Erstaunen gelernt, was Frugalismus ist. Grundsätzlich fand ich die Idee, lieber zu sparen und unabhängiger zu werden sehr schön – aber ich fand die teils extremen Ausgestaltungen schon eher seltsam. Das Ganze natürlich gemixt mit Verzicht, Dankbarkeitsgeschichten und nun schon seit längerem Onlineverzicht aller Art.
Ich lese seit vielen Jahren bei einigen Blogs zu dem Thema mit und mein Leben ist auch geprägt von diesen Gedanken – aber in Maßen. Der Maßstab bin ich: wie gefällt es mir und wie möchte ich leben. Das ist nämlich die entscheidende Frage, die ich stellen möchte: Wie willst Du leben?
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