Ja? Ja, … nein – Jein? Manchmal fühle ich mich nach „Vogelstrauß sein“

Bei manchen Entscheidungen würde man am liebsten den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass die Situation einfach vorbei geht. Aber warum ist das so – und wie kann man lernen, gute Entscheidungen zu treffen?

Von Inga Land

Kennst du das? Diese eine E-Mail, die du beantworten müsstest. Das Gespräch, das längst überfällig ist. Die Entscheidung, die wie ein schwerer Stein in deinem Bauch liegt. Und statt sie zu treffen, würde ich mich am liebsten verhalten, wie ein Vogelstrauß: Kopf in den Sand, Augen zu, sanftes Sandgesäusel – und die Hoffnung, dass sich die Situation beim Auftauchen wie durch Zauberei von selbst gelöst hat. 

Unter uns, klar, weiß ich, das funktioniert nicht – aber wäre doch manchmal echt erleichternd, oder?

Gleichzeitig gibt es diese anderen Momente, in denen mir die Entscheidung ganz leichtfällt – mit Klarheit formuliere ich, was ich denke oder will. Ich kenne meine Prioritäten. Ja oder Nein kommen mir flüssig über die Lippen. Kein Drama, kein inneres Ringen. Kein JEIN.

Warum ist das so? Warum sind manche Entscheidungen leicht wie ein Schulterzucken – und andere so schwer, dass wir am liebsten abtauchen wollen oder innerlich erstarren?

Manager, Feuerbekämpfer oder Verletzte?

Eine mögliche Erklärung liefert das psychologische Modell der Internal Family Systems, kurz IFS, entwickelt von Richard C. Schwartz. IFS geht davon aus, dass wir verschiedene innere Anteile in uns tragen. Wie eine innere Familie. Jeder Anteil hat eine bestimmte Rolle, eine Geschichte, eine Funktion.

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