Gibt es eigentlich eine Wohnung in Deutschland ohne ein einziges Ikeateil? Ich wage die mutige Aussage: nein. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, jemals eine andere Wohnung betreten zu haben und nichts von Ikea gesehen zu haben.
Als ich 1985 zum Studium nach Dortmund gezogen bin war die Welt noch in Ordnung. Im Ruhrgebiet gab es sehr viele und sehr günstige Mietwohnungen, meine erste Wohnung hatte 38 qm und hat inkl. aller Nebenkosten und Strom genau 310 DM im Monat gekostet. Wenn ich mir anschaue, was man heutzutage bezahlt – paradiesische Zustände. Ich fand meine erste eigene Wohnung sehr spannend und habe Wochen damit verbracht, die richtige Einrichtung zusammen zu kaufen. Aus meinem alten Kinderzimmer wollte ich nichts mitnehmen (Stichwort Möbel von 1976) und so blätterte ich durch meinen allerersten Ikeakatalog.
Ich habe ausgesucht, auf Millimeterpapier Pläne gezeichnet, Budgetfragen berücksichtigt und so weiter, es gab auch noch ein paar gebrauchte Teile, die ich mitgenommen habe und am Ende hatte ich alles beisammen: inklusive des legendären Sessel Järpen in rot, der heißt heute Skalboda und wurde im Rahmen der Nytillverkad Kollektion mit Ikea Klassikern wieder aufgelegt. Design von Niels Gammelgaard. Der hat Unmengen für Ikea designt, sein bestes Stück war aus meiner Sicht das Sofa „Moment“, das heute zu erstaunlichen Preisen gebraucht gehandelt wird. Ich hätte es so gerne gehabt, ich hatte aber keinen Platz dafür.
Und so zogen im Lauf von über 40 Jahren diverse Ikeamöbel ein und auch wieder aus. Natürlich hatte ich eine Billy-Bücherwand, diverse Sofas, komplette Kinderzimmer und so weiter und so weiter.
Interessant ist, was geblieben ist. Und das war nach Rundgang durch meine Wohnung eine Menge, ich mag den Mix aus Ikea und Designermöbel.
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