Manche Entscheidungen hängen einem ein Leben lang nach – mal sind es die guten, aber manchmal auch die schlechten. Mit fast sechzig Lebensjahren kann ich sagen, dass meine Entscheidung in der 8. Klasse für Altgriechisch und gegen Französisch als dritte Fremdsprache definitiv nicht zu meinen Sternstunden gehörte. Nun ja, ich war auf einem humanistischen Gymnasium im altsprachlichen Zweig, aber ich frage mich bis heute, was mich damals geritten hat. Vermutlich meine bis heute andauernde Begeisterung für altgriechische und römische Geschichte.
Als ich dann mit 18 zum ersten Mal in Frankreich war, ging das vier Jahrzehnte andauernde Desaster los: Frankreich ist nun mal mein Lieblingsurlaubsland und wäre ich nicht mit dem tollen Mann liiert, der unbedingt in Köln wohnen möchte, würde ich definitiv einen Umzug in Betracht ziehen. Blöd nur, wenn man die Leute nicht versteht.
Ich habe viele Versuche gestartet: von der Volkshochschule über Sprachkurse in der Firma und sogar eine Woche Bildungsurlaub. Natürlich gab es auch diverse Französischbücher, die dann irgendwann wieder entsorgt wurden. Geklappt hat es nie so richtig. Ich hatte eine Art kleinen Grundwortschatz, die Grammatik fand ich nie so schlimm (neun Jahre Latein mit großem Latinum zahlen sich dann doch irgendwann aus) und unregelmäßige Verben auch nicht – nur konnte ich mich leider nicht unterhalten, weil die Formulierung halbwegs gerader Sätze eher mühsam war und ich die Antwort meistens nicht verstanden habe.
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