Eine Liebeserklärung an meine Freundinnen-Freundschaften

Freundinnen-Beziehungen sind ganz anders als Paar-Beziehungen. Warum sie so wichtig sind, und wie man sie pflegen kann, erklärt Inga Land hier.

Von Inga Land

Beim Schreiben habe ich mich erst in einem Buch verloren: Freundinnen – gemeinsam sind wir unschlagbar von Ute Karen Seggelke. Und danach in meinen Gedanken.

Das Buch hat mir meine Herzensfreundin Julia geschenkt – meine älteste Wegbegleiterin. Im Innenband steht: 4. Auflage 2011. In dem Jahr waren wir schon über zwanzig Jahre befreundet. Und bis zu dem Moment, in dem ich heute diese Zeilen schreibe, hatte ich vergessen, dass es noch in meinem Regal steht.

Ich nahm es heraus, blätterte darin, schaute Fotos an. Überlegte, wo eigentlich die alten Bilder von Julia und mir geblieben sind. Las einzelne Textpassagen, stolperte über Sätze der Interviewten, surfte weiter in meinen Gedanken, überlegte, was meine Freundschaften besonders macht – und vergaß die Zeit.

Wie habt ihr eure Freundinnen kennengelernt? War das Liebe auf den ersten Blick?

Ich habe mir meine ausgesucht. Bei mir beginnt es jedes Mal mit einer ähnlichen Mischung: Sympathie, Faszination, ein leises Schwärmen aus der Distanz. „Irgendwas“ an ihr zieht mich an. Sie hat etwas zu sagen. Ich kann von ihr lernen. Sie ist klug, lebensfroh, gutaussehend. Ihr Selbstbewusstsein beeindruckt mich – oder ihre unkomplizierte Art. Ich bin geflasht von ihrem Wissen, ihrer Weitsicht, ihrer Energie.

Abo abschließen, um Artikel weiterzulesen

Unser Monatsabo für 7,90€

  • alle Artikel lesen
  • ein Monat Laufzeit, jederzeit kündbar
  • geschützte Community, nicht öffentlich sichtbar

Jetzt abonnieren