Herzensthemen habe ich viele und eins davon ist: Vielfalt leben und feiern.
Einer meiner Söhne lief in der 6. Klasse mit Baggy-Jeans in leuchtendem Gelb durch die Welt, helllila Hoodie und fetter Silberkette, gerne aus der Schmuckschatulle seiner Mutter. Mein anderer Sohn findet heute im gleichen Alter alles in Dunkelblau oder Schwarz großartig – Hauptsache weit und kuschelig. Zum Glück sind beide selbstbewusst genug, um zu tragen, was sie tragen wollen und sind relativ unbeeindruckt von den Kommentaren anderer.
Manchmal geht’s um Klamotten. Manchmal geht’s um Meinungsäußerungen oder manchmal nur um Urlaubspläne. Wahrscheinlich hat jede von uns eine eigene Geschichte dazu. Ich erinnere mich an Sätze wie: „Das ist jetzt aber nicht normal, wie du das machst.“ Oder: „Das trägt man so nicht.“ Oder schlicht diesen Blick, der keine Worte braucht, aber unmissverständlich sagt: Das geht so nicht. Das ist doch nicht normal. Noch schlimmer aber der Satz: Du bist doch nicht normal.
Welcher Maßstab misst den Normal-Zustand? So ganz objektiv?
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