Blaumann oder Rotwein? Frag doch einfach!

Die Kommunikationstheorie des Psychologen Oskar Holzberg begleitet mich schon ziemlich lange und hat das Potenzial, das eigene Leben fundamental durch eine einzige, simple Frage zu verändern. Also: Seid Ihr der Rotwein- oder Blaumann-Typ?

Von Dorit Kobusch-Balk

Irgendwann während des Studiums saßen meine beste Freundin und ich bei einem Tee, und ich schüttete ihr mein Herz aus. Sie hörte geduldig zu, bis ich erschöpft zum Ende kam, und sagte drei Wörter, die mein Leben langfristig ein kleines bisschen besser machten: „Blaumann oder Rotwein?“ 

Der Hintergrund

Und als ich sie anguckte wie ein Auto, erklärte sie mir das Prinzip des Psychologen Oskar Holzberg. Die Blaumann-Variante einer Antwort besteht darin, dass man gemeinsam nach einer Problemlösung sucht, und zwar ganz praktisch. Als ich mich damals darüber beschwerte, wie furchtbar anstrengend und aufreibend ich es fand, neben dem Studium noch zu jobben, wie unglücklich ich mit meinem Hauptfach war und wie sehr ich hin- und her überlegte, alles hinzuschmeißen, wäre die Blaumann-Antwort, zusammen nachzudenken, einen anderen Nebenjob zu suchen, der zeitlich besser in meinen Stundenplan passte, und vielleicht auch, was genau mich so unzufrieden mit meinem Hauptfach machte. Wäre es vielleicht eine Lösung, Haupt- und Nebenfach zu tauschen?

Die Rotwein-Variante hingegen wäre, einfach zuzuhören, nachzufragen, Empathie zu signalisieren. Quasi mit einem Glas Rotwein mit der besten Freundin quatschen, sich austauschen, und sich am Ende verstanden und nicht mehr so allein zu fühlen. 

Was brauche ich gerade?

Abo abschließen, um Artikel weiterzulesen

Unser Monatsabo für 7,90€

  • alle Artikel lesen
  • ein Monat Laufzeit, jederzeit kündbar
  • geschützte Community, nicht öffentlich sichtbar

Jetzt abonnieren